Akupunktur (TCM)

"Die chinesische Medizin ist ein großartiges Schatzhaus!" (Mao Zedong, chin. Politiker 1893-1976)

 

Die Akupunktur ist ein Jahrtausende altes Therapieverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) - sowohl im Human- als auch im Veterinärbereich.

 

Die TCM ist eine so genannte Erfahrungsmedizin mit einem eigenständigen Konzept von "Gesundheit" und "Krankheit". 

 

In einem gesunden Organismus sind die körpereigenen Energien (Yin und Yang) in einem Gleichgewicht, die Lebensenergie (Qi) kann ungehindert durch definierte Leitbahnen (Meridiane) fließen.

 

Yin und Yang sind grundlegende Begriffe des chinesischen Denkens. Yin und Yang sind unterschiedlich und gegensetzlich. Und doch sind sie untrennbar miteinander verbunden. Denn erst in der absoluten Harmonie von Yin und Yang kann Qi entstehen und ungehindert fließen.

 

Durch so genannte pathogene Faktoren kann das Gleichgewicht von Yin und Yang gestört/geschwächt werden. Ein Ungleichgewicht der körpereigenen Energien entsteht - wir definieren das in der westlichen Medizin mit Krankheit.

 

Ziel der Akupunkturbehandlung ist es also, das energetische Gleichgewicht zu erhalten, bzw. wiederherzustellen, so dass Qi (die Lebensenergie) und Xue (Blut, Lymphe, Gelenkflüssigkeit) ungehindert fließen kann. Durch das stechen von sterilen Akupunkturnadeln oder die Stimulation der Akupunkturpunkte mittels Laser oder Moxibustion werden Blockaden in den Meridianen gelöst und der gesamte Energiefluss des Organismus harmonisiert. 

 

Besonders wichtig zu erwähnen ist mir, dass die Auswahl der jeweiligen Akupunkturpunkte immer individuell nach einer ausführlichen Befunderhebung und Diagnosestellung gem. den Grundlagen der TCM erfolgt. Vor jeder Behandlung wird ein ausführlicher Untersuchungsgang durchgeführt. Das heißt durchaus, dass die Punkteauswahl während eines Behandlungszeitraums variieren kann - auch wenn die "westliche Diagnose" unverändert ist. Den eher "mechanistischen Ansatz", man ordne einer westlichen Diagnose bestimmte Punkte zu (Akupunktur nach Kochrezept) und behandle diese, lehne ich persönlich ab, da dies m. E. dieser wunderbaren Therapieform nicht gerecht wird. 

 

Pro Behandlung werden bis zu zehn Nadeln gesetzt. Dabei gilt immer der Grundsatz "so viel wie nötig, so wenig wie möglich". Die Nadelverweildauer beträgt i. d. R. 20 Minuten. Die Behandlung ist schmerzfrei und wird von Tieren sehr gut toleriert.

Mögliche Indikationen:

 

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B.
    • Arthritis, Arthrose
    • Lahmheiten
    • Rückenschmerzen
    • Taktunreinheiten
    • Muskelatrophien
  • Atemwegserkrankungen, z. B.
    • akut
    • chronisch
    • allergisch
  • Stoffwechselerkrankungen, z. B.
    • akut
    • chronisch
    • Störungen im Magen-Darmbereich
  • Hauterkrankungen, z. B.
    • Wundheilungsstörungen
    • Ekzeme
    • postoperative Narbenbehandlung
  • Augenerkrankungen
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Verhaltensstörungen
  • Harnwegserkrankungen
  • Hormonelle Störungen, z. B.
    • ovarielle Fehlfunktionen
    • Sterilität
  • Schmerztherapie bei degenerativen Prozessen
  • Leistungsabfall bei Sportpferden und  Sport-/Diensthunden

Traditionelle Chinesische Medizin und Schulmedizin sollten nie in Konkurrenz zueinander gesehen werden. Sie ergänzen sich ganz wunderbar.

 

Weitere Informationen zur Akupunktur nach TCM und zum Ablauf der Behandlung erläutere ich Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

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